Hausaufgabenkonzept

Hausaufgabenkonzept

Allgemeines
Das Städtische Gymnasium Velbert-Langenberg stellt sein Hausaufgabenkonzept vor, weil sich die Rahmenbedingungen mit Einführung des Abiturs nach 8 Jahren entscheidend verändert haben. Es basiert auf einer fächerbezogenen Umfrage, den Vorgaben der Fachkonferenzen und dem pädagogischen Tag bereits aus dem Schuljahr 2011/12 und soll mit dem Ziel der Weiterentwicklung evaluiert werden. Über den Fokus und die Instrumente der Evaluation sowie über deren Zeitpunkt entscheiden die Koordinatoren der Erprobungs- und Mittelstufe zusammen mit den verantwortlichen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern.
Das Konzept soll dazu dienen, die Vorgehensweise – Hausaufgaben betreffend – transparent zu machen. Hausaufgaben fördern individuelles, selbstständiges Lernen, bereiten die Schülerinnen und Schüler auf Klassenarbeiten oder Prüfungen vor, erhöhen den Kenntnisstand, fokussieren bestimmte Unterrichtsaspekte und stärken Selbstbewusstsein und Konzentrationsfähigkeit. Sie bereiten Unterricht nach oder vor und werden immer in den Unterricht integriert.

Rahmenbedingungen
Time-PlanerDie Hausaufgaben sind verankert im Methodenkonzept unserer Schule, im Schulalltag und im häuslichen Alltag. Unser Methodenkonzept sieht das Führen eines Hausaufgabenheftes im Sinne eines Time-Planers vor, damit die Übersicht über die Aufgaben der verschiedenen Fächer zu unterschiedlichen Terminen erhalten bleibt. Dieses Hausaufgabenheft sollte in den letzten Minuten einer jeden Unterrichts- oder Unterrichtsdoppelstunde geführt werden- parallel dazu, dass der jeweilige Lehrer/ die jeweilige Lehrerin sie in das entsprechende Klassenbuch oder Kursheft einträgt. Daneben haben die Schülerinnen und Schüler eine gelbe Postmappe für Informationen von den Lehrer(inne)n an die Eltern und umgekehrt mit einem entsprechenden Einlegeblatt dabei. Hier werden z.B. fehlende Hausaufgaben als Information für die Eltern notiert. Drittens haben die Schülerinnen und Schüler Tandempartner(innen); sollten sie einmal krank sein, sind die Tagesinformationen beim Partner / der Partnerin abruf- oder abholbar.

 

Der Schulalltag hat sich, bedingt durch ein anderes Stundenraster, verändert. Das Doppelstundenprinzip in den 2./3. und 4./5. und am Langtag auch in 7./8.Stunden führt nicht nur zu zeitlich verändertem Lernen, sondern auch zu Lernformen mit einem höheren Anteil an Methodenwechsel, so dass ein größerer Teil der früheren Hausaufgaben in den Unterricht als Übungen oder Trainingsaufgaben integriert werden.

Der Schulalltag an unserer Schule sieht bei den Kindern, deren Eltern das Förderangebot 13 Plus gewählt haben, an den Tagen von montags bis donnerstags, an denen nicht Langtag ist, die 7. Stunde als Hausaufgabenstunde vor. Sie müsste eigentlich Schulaufgabenstunde heißen, denn in dieser Stunde werden die angefallenen Aufgaben in einem Silentium erledigt. Das Hausaufgabenheft wird zusammen mit den angefertigten Aufgaben quantitativ kontrolliert. Die 7. Stunde liegt nach der Mittagspause, also in einer Zeit, in der die Lernkurve wieder ansteigt. Sollte diese Stunde (etwa in Klasse 6 oder höher) nicht ausreichen, bleibt auch binnendifferenziert noch die 8. Stunde zur Disposition, in der auch qualitativ über Schüler-/Lehrernachhilfe weiter gearbeitet werden kann. Auch im häuslichen Alltag ist ein bestimmtes Verfahren notwendig, nämlich ein Zeitraster und ein entsprechender Arbeitsplatz. Auch hier ist eine quantitative Aufgabenkontrolle über das Hausaufgabenheft (in den unteren Klassen) und bei Trainingsaufgaben (z.B. Vokabellernen oder Einmaleins) auch eine qualitative Kontrolle notwendig.

Zeitlicher Rahmen
Hausaufgaben müssen in ihrem Schwierigkeitsgrad und in ihrem Umfang die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und von diesen selbstständig gelöst werden können. Das ergibt einen zeitlichen Umfang:

  • Für die Klasse 5 maximal 60 Minuten
  • Für die Klasse 6 maximal 90 Minuten
  • Für die Klassen 7 bis 9 maximal 120 Minuten

An Tagen mit Nachmittagsunterricht dürfen für den Folgetag keine Hausaufgaben gestellt werden.

Mitwirken der Lehrer(innen)
Hausaufgaben werden in unteren Jahrgangsstufen an der Tafel notiert und ins Klassenbuch eingetragen. Die Lehrer(innen) kontrollieren das Führen des Hausaufgabenheftes mit Datum. Sie gestalten ihren Unterricht durch kooperative Lernformen, Wochenplanarbeit, Portfolioarbeit und Projektarbeit so, dass die Menge der Hausaufgaben reduziert wird und dem oberen zeitlichen Raster (für alle Fächer) entspricht. Die Aufgabenstellungen sollten mit einem klaren Operator versehen sein, so dass die Schülerinnen und Schüler wissen, was zu machen ist. Ideal wäre es, wenn die Aufgabenschwierigkeit auf mehrere Niveaus zugeschnitten werden kann. Hausaufgaben werden in der Folgestunde kontrolliert, gewürdigt, fehlende oder unzureichende werden eingefordert.

Mitwirken der Schüler(innen)
Die Schülerinnen und Schüler übertragen die Tafelnotiz in ihr Hausaufgabenheft, und zwar für den betreffenden Tag, an dem sie vorliegen sollen. So erhalten sie bei weit auseinander liegenden Stunden einen Überblick über das zu bewältigende Pensum und können sich die Erledigung zeitlich einteilen. Bei Fehlzeiten müssen die Informationen zu den Aufgaben bei den Tandempartnern abgerufen und muss eigenverantwortlich nachgearbeitet werden. Bei Unklarheiten erfolgt eine Notiz in die Postmappe.

Mitwirkung der Eltern
Die Eltern schaffen den räumlichen und zeitlichen Rahmen für das Anfertigen der Hausaufgaben. Sie unterstützen ihre Kinder (nur) in der Organisation und kontrollieren das Anfertigen der Aufgaben über das Hausaufgabenheft. Sollten Eltern aus irgendeinem Grund dieser Aufgabe nicht nachkommen können, helfen an dieser Stelle speziell ausgebildete Lerncoaches. Als Kommunikationsmittel zwischen Schule und Elternhaus dient die oben genannte Postmappe.

Nachwort
Hausaufgaben werden entsprechend des Hausaufgabenerlasses in allen Fächern bezugnehmend auf die Kernlehrpläne gestellt, sie fließen wieder in die Unterrichtsarbeit zurück, werden zunehmend individualisierter und differenzierter, besonders, was die leistungsstärkeren oder die kranken Schülerinnen und Schüler (Inklusion) angeht. Sie werden mit Operatoren versehen, mit denen die Schülerinnen und Schüler gelernt haben umzugehen, damit diese Operatoren in der Sekundarstufe II zur Verfügung stehen.