Die gemeinsame Initiative des Schulministeriums und der nordrhein-westfälischen Lehrerverbände „Komm Mit! – Fördern statt Sitzenbleiben“ startet im Laufe dieses Schuljahres mit insgesamt 385 Schulen (141 Gymnasium, 120 Realschulen, 78 Hauptschulen und 46 Gesamtschulen), darunter auch das Gymnasium Velbert-Langenberg.
Im Rahmen der Initiative werden die Schulen versuchen, die Zahl der Sitzenbleiber, insbesondere in den Klassen 7, 8 und 9, schrittweise zu reduzieren, ohne die Leistungsanforderungen zu mindern. Die Initiative ist auf drei Jahre angelegt, sie wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
Seit dem Schuljahr 2001/2002 ist die Wiederholerquote in der Sekundarstufe I landesweit kontinuierlich von 4,5% auf 3,1% im zurückliegenden Schuljahr 2007/2008 zurückgegangen.
An unserer Schule lag die Wiederholerquote im vorletzten Schuljahr bereits aufgrund des vielfältigen Förderangebots im Rahmen des Mittelstufenkonzeptes und des Programms 13plus unter 2%. und ist im vergangenen Schuljahr noch einmal gesunken.
Da die Initiative explizit die Konzeptfreiheit der Schulen fordert, entwickelt unser Gymnasum ein eigenes nachhaltiges Konzept, um die niedrige Wiederholerquote auch in den nächsten Jahren unter veränderten Rahmenbedingungen des G 8 aufrechterhalten zu können. Hierzu hat sich an unserem Gymnasium ein sechsköpfiges Team aus Hauptfachlehrern gebildet, das daran arbeitet, den Förderbedarf besser zu diagnostizieren und das Förderangebot auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler abzustimmen.
Mit dem Halbjahrszeugnis 2010 starten wir in eine neue Phase unseres Projektes. Alle SuS’, deren Versetzung nach Einschätzung der Zeugniskonferenzen gefährdet sind, erhalten Diagnosebögen für die defizitären Hauptfächer und ein besonderes Förderangebot in Deutsch, Englisch, Französisch, Latein oder Mathematik. An einem gesonderten Schülersprechtag (17.02.2010) beraten Förder- und Fachlehrer mit den SuS’ und Eltern persönlich auf der Grundlage der Diagnose über einen individuellen Förderplan. Am Ende des Beratungsgesprächs steht eine Lernvereinbarung zwischen SuS’ und Förderlehrern, an der sich der Inhalt der Förderkurse orientiert. Ziel ist eine Intensivförderung der SuS’ in Form von kleinen Förderkursen. Die Förderkurse finden doppelstündig in einem Zeitraum von zehn Schulwochen (drei Wochen vor den Osterferien und sieben Wochen nachher) statt. Die geringe Gruppengröße von höchstens zehn Teilnehmern, ein individueller Förderplan und zwischen Fach- und Förderlehrer abgestimmte Materialien sollen ein hohes Maß an individueller Förderung gewährleisten und die SuS’ mit ihren spezifischen Frage- und Problemstellungen in den Blick nehmen.
Weitere Auskunft erteilen Frau Gülker, Herr Dr. Frank, Herr Meine und Herr Plitsch.
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