Die Schülerinnen und Schüler des letzten Philosophiekurses 13 setzten sich intensiv mit dem Philosophen Karl Raimund Popper auseinander und beschlossen, dessen Gedanken kreativ in einem Gedicht zu verarbeiten. Katharina Schönebeck dichtete dabei folgendes Meisterwerk:
Karl Popper, wie ihr alle wisst,
war kritischer Rationalist.
Was heißt das, werdet ihr jetzt fragen
gemach, das will ich ja nun sagen:
Für Popper, mal ganz kurz umrissen,
war alles nur Vermutungswissen,
das stets geprüfet werden muss
durch Falsifikationsaufschluss.
Das macht man, ihr vermutet’s schon,
am besten mit der Deduktion.
Man stellt `ne Hypothese auf
und dann versucht man gleich darauf,
die Fehler an ihr aufzuzeigen,
um sie von solchen zu befreien,
und was dabei bestehen kann,
das nähert sich der Wahrheit an.
Er, der Grenzen achtete und sah,
kein Fan von Utopien war
und kein Freund vom großen Ziel -
macht man was falsch, verliert man viel
bei allzu weit gedachten Schritten
und kann den Schaden nicht mehr kitten.
Bei kleinen Schritten dann jedoch,
wie bei der Technik des ad-hoc,
könn kleine Fehler nur geschehen,
mit denen weiß man umzugehen.
Auch geht sie die Probleme an
und hilft den Menschen, wo sie kann -
wo Utopie nach Glücke strebt,
ad-hoc Technik Problem behebt.
Auch das Volk, das dann und wann
der Utopie nicht folgen kann,
weil’s zu viel zu beachten gibt,
die kleineren Reformen liebt.
Popper, kurz zusamm’gefasst,
der Überheblichkeiten hasst,
will, und das hier ist der Kern,
dass man aus seinen Fehlern lern.