Und das erfüllt Lehrer wie Schüler gleichermaßen mit großer Begeisterung, denn im bildungspolitischen Zuge von Zentralisierungen und Fächerbindungen ist es nicht mehr selbstverständlich, das Fach Philosophie als Abiturfach erhalten zu können.
Zusätzlich soll ab dem nächsten Schuljahr das Fach “Praktische Philosophie” für die Klassen 9 und 10 als Alternative zum Religionsunterricht eingerichtet werden.
Philosophie in der Schule ist ein Fach, das wohl wie kein zweites fächerübergreifendes Unterrichten ermöglicht und fordert. Denn kaum eine philosophische Frage ist ohne die Berücksichtigung spezieller Fachwissenschaften differenziert zu beleuchten. So führt die Metaphysik zu religiösen Problemen, die Wissenschaftstheorie ist eng mit Physik, Biologie und Technik verbunden, Staatsphilosophie trifft unweigerlich die Fächer Sozialwissenschaft, Geschichte und Politik. Da liegt es auf der Hand, dass auch die methodische Arbeit im Philosophieunterricht sich nicht auf pures Textverständnis beschränkt, sondern offene, kreative Formen des Lernens bis hin zu Projektarbeiten zulässt. Und gerade diese Vielfältigkeit des Faches in Inhalt und Methodik sowie die immer wieder wichtigen und interessanten Diskussionen der verschiedenen Themen, also das eigene Philosophieren, sind es, die die Schülerinnen und Schüler für dieses Fach begeistern. Schließlich eignen sie sich hier nicht nur Wissen an, sondern lernen zu denken, kritisch zu reflektieren und zu eigenen, begründeten Standpunkten zu gelangen und diese zu verteidigen.
“Denn nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.”
Fachlehrer für Philosophie sind Frau Stodt und Herr Platte. Herr Jacobi ist Fachlehrer für Praktische Philosophie in der Sekundarstufe I. Philosophie wird in der Oberstufe zu den Gesellschaftswissenschaften gezählt und mit drei Wochenstunden im Grundkurs unterrichtet.