Dies wird unter anderem deutlich an der häufigen Präsenz von Themen in den Medien, die auch gesellschaftlich relevant sind wie z.B. “Genmais”, “Stammzellen”, “Treibhauseffekt”, “Klonen”, “Auswirkungen der Klimakatastrophe auf Ökosysteme”, “Nachhaltigkeit”, “Biodiversität” usw…
Biologie ist die Wissenschaft vom Leben, von seinen molekularen Grundlagen bis hin zu vernetzten Ökosystemen. Im Mittelpunkt stehen die Lebewesen: Menschen, Tiere, Pflanzen, Pilze, Bakterien. Die Biologie befasst sich mit der Einzigartigkeit biologischer Phänomene und Prozesse: der Vielfalt der Lebewesen und ihrer Entstehung, den Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen in Bau, Funktion und Lebensvorgängen, der Komplexität biologischer Vorgänge.
Der Biologie-Unterricht fördert in besonderer Weise das forschend-entdeckende und problemlösende Lernen. Er vermittelt biologische Fachmethoden und -begriffe und leitet zu einem genauen naturwissenschaftlichen Arbeiten an. Die Entwicklung und Anwendung von Modellvorstellungen schult dabei das abstrakte Denkvermögen und erfordert kreative Vorgehensweisen, die an vielfältigen Beispielen geübt werden können.
Über eine Grundlegung biologischer Kenntnisse und Fähigkeiten hinaus hat der Biologieunterricht natürlich auch allgemeinbildende und erzieherische Aufgaben, aus denen Ziele erwachsen wie z.B. das folgende, das im Lehrplan des Landes Nordrhein-Westfalen für das Fach Biologie formuliert ist: “Bewahrung und Entwicklung von Bereitschaft, Lebendes zu achten, zu schützen und zu erhalten und Verantwortung gegenüber Mitmenschen und Umwelt zu übernehmen.”
Auf dem Weg dorthin muss natürlich zunächst ein Basiswissen geschaffen werden, das im Laufe der Erprobungsstufe und Mittelstufe zur Oberstufe hin zunehmend breiter und vernetzter wird. Erfahrungsgemäß haben Kinder der Erprobungsstufe (Klasse 5 und 6) ein ausgeprägtes Interesse an biologischen Phänomenen und Fragestellungen und ein teilweise breites lexikalisches Wissen z.B über Tiere. Diese Themen nehmen einen nicht unerheblichen Raum ein innerhalb ihres “Weltwissens”. Die Erprobungsstufe dient dazu, dieses Vorwissen zu aktivieren und zu erweitern.
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